DIN ISO 9000

Die DIN ISO 9000 Familie ist eine Reihe von Regelwerken, die allgemeingültige Leitlinien und Empfehlungen zu Qualitätsmanagementsystemen (im folgenden QMS) gibt. Ein QMS umfasst: „alle Tätigkeiten des Gesamtmanagements, die im Rahmen des QMS die Qualitätspolitik, die Ziele und Verantwortungen festlegen sowie diese durch Mittel wie Qualitätsplanung, Qualitätslenkung, Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung verwirklichen.“ (Quelle DGQ- Schrift: QMS und internes Audit).

Geschichtlich gesehen stammt diese Entwicklung zur Qualitätssicherung aus den USA. In den 50er Jahren regte der militärische Bereich sowie die hohen Anforderungen an das sichere Betreiben von Atomkraftwerken die Entwicklung der QM-Regelwerke an.

Zur Entwicklung der DIN ISO 9000 Familie kam es in den 80er Jahren. Die zunehmende Globalisierung des Handels machte eine Vereinheitlichung der Regelwerke notwendig. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es viele nationale und viele branchenspezifische Regelwerke. So wurde ein spezielles „ISO-Komitee“ mit der Ausarbeitung eines weltweit einheitlichen, branchenübergreifenden QM-Regelwerkes beauftragt.

Die Bezeichnung ISO steht für „Internationale Standard Organisation“. Mit diesem einheitlichen Regelwerk ist es etwa einem Altenheim möglich, mit verschiedenen Teilen des QM-Werkes ein Qualitätsmanagement aufzubauen.

Die DIN ISO 9000 Familie wurde im Jahre 2000 vollständig überarbeitet. Eine der Gründe für die Überarbeitung war die für Dienstleistungsunternehmen (z. B. Pflegeeinrichtungen) zu technische Sprache. Nun gelten folgende Normen:

ISO 9000:2000

Diese Norm beschreibt die elementaren Grundlagen für Qualitätsmanagementsysteme. Sie dient zum Verständnis und beinhaltet keine Forderungen an die QMS.

DIN ISO 9001:2000

Diese Norm ist die einzige, die Anforderungen an das QMS stellen. Im Gegensatz zu der alten Normen vor 2000 fordert diese Norm dokumentierte Verfahren für nur 6 statt vorher 20 QM- Elemente.

Die QM- Elemente sind:

  • Lenkung von Dokumenten
  • Lenkung von Qualitätsaufzeichnungen
  • interne Audits
  • Lenkung fehlerhafter Produkte
  • Korrekturmaßnahmen
  • Vorbeugemaßnahmen.

Selbstverständlich kann ein Unternehmen freiwillig dokumentierte Verfahren zu allen QM-Elementen vorhalten.